keine ahnung, wie ihr in der schule wart, und falls ihr noch zur schule geht, keine ahnung, wie ihr in der grundschule wart.
naja, jünger auf jeden fall aber auch irgendwie andere menschen?
ich finde nichts prägt einen menschen so sehr, wie die vermutlich erste zeit sich selbst zu leben, an sich selbst zu scheitern, selber zu planen, eigenständig zu entscheiden.
bei mir persönlich war das schon jahre vor meinem studienbeginn der fall aber nun ist alles anders.
ihr seid alle persönlichkeiten, jeder einzelne von euch. der eine oder andere mehr angepasst, der eine oder andere weniger. sei es sich vorzunehmen #goals zu erreichen wie ich vor einiger zeit in einem spannenden post der lieben chiara zu lesen bekommen habe oder total anti zu sein.
als student läuft es bei mir so: ich wollte weg! großstadt? ja bitte! alleine ausbrechen? ja bitte! keine angst davor zu scheitern, alleine nicht klarzukommen? nein! einfach mutig sein? oh ja!
vielleicht nicht die sicherste entscheidung in eine stadt zu ziehen, in der niemand aus meinem alten freundeskreis wohnt, wo es niemanden, den ich kannte, hinverschlagen hat.
mir egal, Hamburg? vermutlich beste und richtigste entscheidung meines lebens!
noch vor einem jahr hätte ich niemals gedacht, dass ich bei menschen an einen punkt gelangen würde, an dem es mir egal sein würde, ich kannte keine menschen, die mich bis auf den boden ziehen konnte, die mir das gefühl geben konnten, es nicht wert zu sein. ich kannte vor einem jahr noch nicht das gefühl mit einem skalpell einen mensch zu verstehen, ich kannte nicht meine liebe für den norden, meine stärke, meine wiederstandsfähigkeit.
ich kannte nicht meine personen, die nun ein teil von mir sind.
wisst ihr, das ist schon eine seltsame sache, mit dem sich-entwickeln. viel zu seltsam um sie in einem post zu packen aber was ich sagen möchte, oder was ich vielmehr weitergeben möchte, ist meine wertvollste erfahrung MUTIG zu sein. ich werde es nie bereuen, mutig gewesen zu sein, denn ich weiß, dass uns mut wachsen lässt, uns aufweckt und uns die chance gibt im leben weiterzukommen.
wie ich nun anders bin als vor einem jahr?
sicher ich laufe noch immer barfuß über staubigen festivalboden, bin verrückt, bunt, laut, leise, hart, stilsicher, lieb, paradox und vor allem ehrlich aber ich bin nun auch optimistisch, weil man immer eine wahl hat, ob die ganze scheiße, die einem wiederfahren ist, einen runterzieht. ich meine man kann immer in der ecke sitzen und heulen oder an einen punkt gelangen und sich dagegenentscheiden. ich weiß mehr, bin wirklich erwachsenener, obwohl nee, eher gefestigster.
eine persönlickeit zu werden bedeutet sich dem vulkanausbruch, der sich leben nennt zu stellen, nach einiger zeit hört das feuerspucken auf, vielleicht bricht es hier und da nochmal heraus aber die lava wird fest, unter der kruste noch glühend und leicht einzureißen aber immer sicherer zu betreten, mit der zeit weiß man, wo es stabilität gibt und wo gefahren lauern.
und wie gut wir unseren persönlichen vulkan bändigen, liegt ganz an uns und der persönlichkeit, die wir sind.