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Sonntag, 28. Februar 2016

{DAS KONZEPT EINES SONNTAGS}

wem gehört der sonntag? 
mir hat er lange nicht gehört aber inzwischen geht es schritt für schritt. 
das gute an sonntagen ist, wenn man mehr und mehr erwachsen wird: man ist in der lage ihn selber zu gestalten. 
man hat die wahl zwischen flohmärkten, lange schlafen, den tag verschlafe, hier in hamburg den fischmarkt oh yes!, brunchen, kram erledigen, der die woche über liegengeblieben ist, freunde, ausflüge, rumgammeln, sport, sich vor dem sport drücken, auf dächern liegen, alles, sogar arbeiten, was ich nicht ganz ungerne mache. 
beim fernsehsender sind sonntage schon nett ;)
mein sonntag heute besteht bisher wirklich aus so viel perrfektem kram. 
das gemütlichste bett, pretty little liars, schanzenviertelausflüge, soooo leckers essen und viele viele liebe menschen. ich habe sogar wieder energie endlich besser und organisierter in die uni zu starten. 
ich ich freue mich sogar auf die nächste woche. ich glaube selbst der montag wird okay :D
aber jetzt mal genug mit der sonntagsschnulzigkeit. 
das ist im moment das konzept eines sonntags. 

aber was ist schon ein konzept. 

tastenrauschen. immer wieder. immer mehr. sonntagsflair.

reime adé. das war's okay. 

c u soon, love, C.






Freitag, 26. Februar 2016

{SCHULJAHRE #1}

ich hab einmal erzählt, was in kartoffeln drin ist. 
und ich saß in räumen, in denen der boden gesprenkelt war und die decke voller luftlöcher. 
es waren chemieräume, und physikräume. aber biologieräume waren die schönsten. 
die mit dem schönsten licht. 
ich erinnere mich daran, wie ich dort saß und ich wollte gut sein, so gut sein, dass es fast nicht gereicht hätte. 
und auch schon damals gab es dieses gefühl. wenn ich aus der schule kam. barfuß tapsend durch unsere wohnung schlich und es einatmete. die einsamkeit. selten gegeben. und so sehr geliebt. 
die klaren sekunden. 
ich weiß nicht mehr wann es losging. aber ich habe es geliebt. 
bis ich wieder in den fachräumen saß. dort war meine liebe anders. sehr intensiv. so erhaben. so als wartet dort die ganze welt. und ich phantasierte dort. 
ich liebte tränen und dem boden lauschen. und krach und stille. 
bis braune augen mich auf den boden schlugen. und ich alles gegeben hätte für sie. und ich träumte mich weg in andere kleidung, aufregende nächte und leidenschaft und leichtsinn. 
bis ich genau zu dem wurde. was ich heute bin. geblieben bin. und allen wesen, denen ich begegne, denen bringe ich all das entgegen. all das, was ich geworden bin. 
und manchmal erinnere ich mich daran. 
wie ich gewesen war, gewesen bin, geworden bin. was war und was ist. 

drawing / the physics girl

Donnerstag, 25. Februar 2016

{ES IST WIEDER FEBRUAR}

nichts gibt mir so viel berührung, wie das was es ist. 
und es ist wieder februar, doch ich freunde mich damit an.
selten so viel regen, schnee und sonnenlicht auf einmal gesehen. 
was davon ist nötig?
der zeitvertreib?
das vitamin D?
oder einfach nichts davon

ich nenne es eine isolierte phase. 
jedes jahr. zur selben zeit. 



Samstag, 20. Februar 2016

{ICH KANN ALLES}

wenn ich in der stadt bin, in der ich geboren wurde, werde ich anders. ich beginne zu staunen.
ich sehe die schönste sonne. ich schöpfe alles neu und verfalle manchmal lust und panik. obwohl, das tue ich eigentlich immer. 
ich höre ok kid in dauerschleife und neue menschen lächeln mich nachts an wenn ich über zäune klettere und ein rauschen höre. 
dann laufe ich bis zum see, an dem ich immer wasserski gefahren bin. 
ich bin high ohne stoff. restlos.
und dieses gefühl bleibt. jetzt ist es schon einige tage da. 
ich kenne jedes einzelne blinzeln dieser vier tage zuhause. und ich kenne jeden neuen nasenring, jeden alten zaun. und wenn ich frei habe, schnappe ich mir die die zu mir gehören und breche diese welt auseinander. 
genauso fühle ich mich. 
mir starren helle, ungeschminkte augen entgegen.
inzwischen ohne fieberwahn aber im schönsten fieber meines geistes gefangen. 

pullover - zara




Ich nehm' mein Ego, quetsch' es aus
Alle Tränen müssen raus
Betrunken von mir selbst, füll' leere Gläser wieder auf
Leere Gläser wieder aus
Selbst der Wasserwerfer kann mir nichts
Strahle so hell, dass alles regenbogenfarben ist
Wo die Nacht pulsiert, wo jeder was erwartet
Mich niemand wirklich kennt, wirklich niemand auf mich wartet

Weiß niemand, wo mein Herz schlägt?
Weiß niemand, wo mein Herz schlägt?
Und die Vögel, sie zwitschern immer noch das alte Lied
Ein zahmer sinkt von Freiheit, ein wilder Vogel fliegt
Und jeder Spruch klingt so wie tausende zuvor
Nicht mehr wert als nur ein Rauschen im Ohr

Mir egal, ich kann alles
Ich kann alles
Ich kann alles
Alles glänzt, was ab jetzt vor mir liegt
Ich kann alles
Ich kann alles
Ich kann alles
Bis ich aufschlag' beweis' ich, dass ich flieg'

Ich hab mir alles geglaubt, mir meine Lügen auch
Und dass die Lügen Lügen waren, glaub' ich mir jetzt auch
Wissen ersetzt denken nicht, weiß ich nicht, denke ich
Ich hab mich an mir verblendet, schrieb Geschichte nur in Blindenschrift
Wollte nicht so sein wie sie, wusste, was ich werden muss
Andere Leute werden groß, ich mach' mit dem werden Schluss
Und wenn mich jemand hasst, hab ich immer noch irgendwas
Das der jemand gerne hätte - alles richtig gemacht

Ich weiß wieder wo mein Herz schlägt
Ich weiß wieder wo mein Herz schlägt
Und die Vögel, sie zwitschern immer noch das alte Lied
Ein zahmer sinkt von Freiheit, ein wilder Vogel fliegt
Und jeder Spruch klingt so wie tausende zuvor
Nicht mehr wert als nur ein Rauschen im Ohr

Mir egal, ich kann alles
Ich kann alles
Ich kann alles
Alles glänzt, was ab jetzt vor mir liegt
Ich kann alles
Ich kann alles
Ich kann alles
Bis ich aufschlag' beweis' ich, dass ich flieg'
Schau mich an, ich kann alles
Ich kann nicht viel, nein, alles
Wie viel ich verdien'? Alles!
Mein einziges Ziel? Alles!
Schau mich an, ich kann alles
Hab' mich entschieden gegen alle
Mach' meinen Frieden mit allen
Entschieden zu fliegen, bis ich falle

Ich kann alles
Ich kann alles
Ich kann alles
Alles glänzt, was ab jetzt vor mir liegt
Ich kann alles
Ich kann alles
Ich kann alles
Bis ich aufschlag' beweis' ich, dass ich flieg'




PERFEKT

Freitag, 19. Februar 2016

{DIESE 1 1/2 JAHRE}

diese 1 1/2 jahren heißen noch 4 1/2.
mindestens.

ich bin eine medizinstudentin. zu jung begonnen. zu viel seltsames zeug gemacht und im rückblick zu wenig studiert und doch alles geschafft. 
das stärkt meinen glauben in die vorstellung dass es mir liegt. 
und das tut es. 
ich lebe zwischen hamburg und köln. immer nur in einer von beiden und doch nie ganz hier oder da. 
und berlin. berlin nicht vergessen. dort bin ich öfters als in köln. 

bleiben kann ich nicht. 

nirgendwo.

jetzt sitze ich wieder an meinem schreibtisch in köln und wundere mich über die sinnhaftigkeit von unnützem kram. 
wieso ich auf einmal eine bilanz ziehen will?
weil ich ne menge zu sagen habe, mal mehr oder weniger kreativ verpackt. mal interssiert mich mode oder pures bildergeschehen. ich werde nicht so sein, wie ihr mich gerne hätte. ich werde vermutlich nicht mal so sein wie ich mich gerne hätte aber ich werde sein und rennen. 
hauptsache ich habe klänge im kopf und eine träne auf der haut. und ein unbrechbares lächeln. 

so fühlen sich 1 1/2 jahre an. sie fühlen sich losgelassen an. tief. bleibend. 

ich suche ein gefühl, das ich in diesem moment fühle, es ist das sinnhaftigste, zielloseste gefühl auf der welt. es ist meine erlösung. es ist mein glück. es ist gänsehaut und helles blaue. strahlend. und wohlig. 
es ist alles was ich brauche.
begleitet mich auf meinem weg. noch ein paar jahre im studium, zerstreut, genial.

liebst, C.

Mittwoch, 16. September 2015

{HOMMAGE AN DEN SOMMER / PART 1}

ich verbrachte meine zeit in berlin, und ich lebte dort irgendwie. 
weil es sich so angefühlt hat. 
nichts zu befürchten. 
wir einigten uns darauf für die feierlichkeit am nächsten abend cider zu kaufen. 
weil ich ihn liebte. 
auf festivals mein treuer begleiter. 
mit einem schuss vodka. 
und noch am selben abend überlegten wir uns campen zu gehen. 
irgendwo auf einem feld. 
und wir zählten sterne. 
und hatten angst, davor, dass es so still war. 
zu viel gelacht. 
wir waren einhörner. 
weißt du noch? da waren meine haare pink. 
tage später zuckerwatte rosa. 
und dann erdbeerblond. 
so lange war ich in berlin gewesen. 
und selten nächte so genossen. 
weil ich nichts zu befürchten hatte. 
wieso muss es woanders so anders sein?
als wäre anstrengung das zeichen eines fleißigen studenten. 
als müsste man sich quälen und unwohl fühlen an bestimmten orten. 
aber nein. nicht in berlin. 
nicht damals. 
und es war warm, als wir aufwachten und ewig lange in der sonne radfuhren. 
es war schön. wir lachten zu laut. 
oder gerade laut genug. 
an dem tag waren wir seesterne. 
und wir waren so glücklich. 
wie kinder. 
wie aßen wie sie, wir fühlen wie sie. 
da gab es keine selbstzweifel, kein essen auf das man verzichtete. 
dann fanden wir den cider, den ich so mochte.
und am abend der feierlichkeit mochtest du ihn auch und wolltest noch mehr. 
ich wollte mehr nacht. wollte mehr stunden draußen mit ihm.
keine befürchtung. 
und ohne fahrräder im nebelmorgen spazierten wir zurück. 
ich war eine prinzessin. 
und ein cider war übrig.