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Mittwoch, 3. August 2016

{PHYSIKUM HAS GOT ME}

ich wünschte mir sonnenbraune haut, kein physikum, keinen regen, mehr strahlen.
ich wünschte mir mehr ferne, mehr was ich noch nicht kenne.
ich wünschte mir mehr glückliches herzklopfen, mehr sonnenuntergangswein.
ich wünschte mir mehr aus dem koffer leben und überhaupt barfuß-leben.
ich wünschte mir mehr zimt und mehr schreiben in GROSSBUCHSTABEN
ich wünschte mir weniger hier, weniger altes, weniger nicht trauen
ich wünschte mir weniger blinzeln und weniger pastell.
mehr orange.
mehr verschwommene bilder.
überhaupt mehr und weniger

aber das kommt später

København

Mittwoch, 16. September 2015

{HOMMAGE AN DEN SOMMER / PART 1}

ich verbrachte meine zeit in berlin, und ich lebte dort irgendwie. 
weil es sich so angefühlt hat. 
nichts zu befürchten. 
wir einigten uns darauf für die feierlichkeit am nächsten abend cider zu kaufen. 
weil ich ihn liebte. 
auf festivals mein treuer begleiter. 
mit einem schuss vodka. 
und noch am selben abend überlegten wir uns campen zu gehen. 
irgendwo auf einem feld. 
und wir zählten sterne. 
und hatten angst, davor, dass es so still war. 
zu viel gelacht. 
wir waren einhörner. 
weißt du noch? da waren meine haare pink. 
tage später zuckerwatte rosa. 
und dann erdbeerblond. 
so lange war ich in berlin gewesen. 
und selten nächte so genossen. 
weil ich nichts zu befürchten hatte. 
wieso muss es woanders so anders sein?
als wäre anstrengung das zeichen eines fleißigen studenten. 
als müsste man sich quälen und unwohl fühlen an bestimmten orten. 
aber nein. nicht in berlin. 
nicht damals. 
und es war warm, als wir aufwachten und ewig lange in der sonne radfuhren. 
es war schön. wir lachten zu laut. 
oder gerade laut genug. 
an dem tag waren wir seesterne. 
und wir waren so glücklich. 
wie kinder. 
wie aßen wie sie, wir fühlen wie sie. 
da gab es keine selbstzweifel, kein essen auf das man verzichtete. 
dann fanden wir den cider, den ich so mochte.
und am abend der feierlichkeit mochtest du ihn auch und wolltest noch mehr. 
ich wollte mehr nacht. wollte mehr stunden draußen mit ihm.
keine befürchtung. 
und ohne fahrräder im nebelmorgen spazierten wir zurück. 
ich war eine prinzessin. 
und ein cider war übrig. 


Donnerstag, 27. August 2015

{BERLIN AUGUST ONE}

Vom Festival erholt, weiter in die Hauptstadt. Es geht gerade alles. Ich bin wieder auf der Warschauer Straße am herumschlendern und überlege, wieso ich als frisch gebackener twen so viel jetzt erleben will. Als hätte ich so unfassbar wenig zeit. Aber das stimmt nicht mal
 Ich nutze sie gut. Berlin mag ich gerade so gerne, dass ich hier auch locker studieren könnte. Ist ne Überlegung wert. Wie hier wohl die neurochirurgie so ist?
Berlin ist warm. Ich kam an und badete in sonne.
Kurz lichtenberg und gerede über vietnam. Dahin? Gerne.
Irgendwie endete alles im Einhorn Onzie verkleidet auf Hydranten.
Heute ist Donnerstag.


Donnerstag, 23. Juli 2015