Montag, 11. Juli 2016

{NICHT SO SCHLAU, WIE IHR}

es ist nachts. und eigentlich sollte ich schlafen. sollte fit sein, wenn mein schriller wecker morgen klingelt. ich kann heute nicht schlafen. als würde es mir fehlen; als würde ich nicht wissen wie es ist alleine zu sein.
draußen höre ich wie immer kein einziges auto. nur alles, wie es sich immer angehört hat.
ich habe keine vorhänge in meinem zimmer, aber das stört mich nicht.
ich habe den gedanken verloren. 
wenn mich jemand fragen würde, ob mir noch heiß und kalt wird, wenn ich an vergangene tage denke, dann kann ich nein sagen.
ich kann nachts schlafen.
ich kann neutral sein.
und dennoch merkt man es mir an. man merkt, dass da etwas ist, was bei anderen nicht vorhanden ist und ich kann es nur teilweise benennen.
ein kichern aus einem zimmer neben mir. 
da sind jetzt wohl zwei und es ist mir egal.
monate sind vergangen.
monate
monate in hamburg.
und ich sollte wirklich aufhören mir zu sagen, dass ich nicht weiß, was ich hier mache.
laute musik von irgendwoher
meine augen brennen und mir ist nicht mehr kalt.

ich erinnere mich an vergangene tage. da gab es vollkommene angst wegen noten und so viel schmerz wie man es sich nie vorstellen wollte. und dann gab es heiße sommer und knochen. und überhaupt viele menschen und noch mehr sommer. bis es meer gab und häfen. und kühle einzog in meiner erwartung. 
bis ich an den hafen kam und alles verloren und gewonnen habe zugleich. 
und das grelle licht in meinem zimmer verändert sich nicht. und ich glaube ich stehe kopf. 
aber das ist kein kopfstand, das ist nur anders und älter. weil ich nicht mehr jeden tag nicht weiß, was ich hier nicht mache. 
ich weiß es. 
manchmal
aber nicht jetzt



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